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Wie Viele Spieler Hat ein Volleyball-Team? Die 6 Auf dem Feld, der Libero und die Bank

Veröffentlicht am
Lesezeit 6 min
Sechs Volleyballspieler auf dem Feld während eines Spiels, der Libero trägt ein andersfarbiges Trikot

Ein Volleyball-Team spielt mit sechs Spielern auf dem Feld gleichzeitig, auf jeder Seite des Netzes. Diese Zahl ist fest und ändert sich während des Spiels nicht — aber sie ist nicht das ganze Team. Der offizielle Spielbericht kann bis zu 12 Athleten führen, bei offiziellen FIVB-Senior-Wettbewerben sogar bis zu 14, plus bis zu zwei Liberos, die nach eigenen Regeln spielen.

Wenn du nur die Zahl wolltest, hast du sie: sechs. Der Rest — wer auf der Bank sitzt, was der Libero darf und nicht darf, und warum Spieler nach jedem Punkt die Position wechseln — macht den Unterschied zwischen Zuschauen und wirklichem Verstehen aus.

Feld, Kader und Bank: die drei Zahlen, auf die es ankommt

ElementZahl
Spieler pro Team auf dem Feld6
Standardkader im Spielbericht (allgemeine Regel)bis zu 12
Kader bei offiziellen FIVB-Senior-Wettbewerbenbis zu 14
Liberos, die ein Team benennen darfbis zu 2 (2 sind Pflicht, sobald der Kader mehr als 12 Spieler hat)
Liberos gleichzeitig auf dem Feldnur 1
Bank (Ersatzspieler außer den 6 Stammspielern und den Liberos)der Rest des gemeldeten Kaders

In der Praxis melden Vereins- und Nationalmannschaften meist 12 oder 14 Namen: sechs Stammspieler, den aktiven Libero und den Rest verteilt auf Ersatzangreifer und den zweiten Libero. Amateurligen und Firmen- oder Uniturniere verlangen diese volle Zahl selten — viele funktionieren gut mit etwas mehr als sechs Spielern, solange bei einer Verletzung genug Ersatz da ist.

Die 6 Positionen auf dem Feld

Volleyball hat keine festen Positionen wie Fußball einen Außenverteidiger oder Stürmer — die Position jedes Spielers auf dem Feld ändert sich mit jeder Rotation. Die taktischen Rollen sind aber klar definiert:

  • Zuspieler — organisiert den Angriff und entscheidet, wer den zweiten Ballkontakt bekommt. Das ist der Spielmacher des Teams.
  • Diagonalangreifer — meist der Hauptangreifer, steht in der Rotation dem Zuspieler gegenüber und greift vor allem von der rechten Netzseite an.
  • Außenangreifer (2) — greifen von den Netzseiten an und nehmen auch den gegnerischen Aufschlag an; meist die vielseitigsten Spieler in Angriff und Abwehr.
  • Mittelblocker (2) — spielen näher an der Netzmitte, fokussiert auf Blocken und schnelle Angriffe.
  • Libero — Spezialist für Abwehr und Annahme, weiter unten im Detail.

Da die Pflichtrotation alle durch jede Feldposition zwingt, steht ein Mittelblocker irgendwann im Satz auf der Aufschlagposition, und ein Außenangreifer kann in der hinteren Reihe landen. Was sich von Spieler zu Spieler ändert, ist die taktische Rolle in dieser Position — nicht die Position selbst.

Der Libero ist kein normaler Auswechselspieler

Der Libero ist das Element, das Volleyball-Neulinge am meisten verwirrt, weil er den Kader ergänzt, ohne als normale Auswechslung zu zählen. Nach den offiziellen FIVB-Regeln (2025–2028):

  • Der Libero darf nur in der hinteren Reihe spielen — er darf nirgendwo, weder auf dem Feld noch in der Freizone, einen Angriffsschlag abschließen, wenn der Ball vollständig über der Netzoberkante ist.
  • Er darf weder aufschlagen noch blocken oder blocken versuchen. Seine Rolle ist rein defensiv, auf Annahme fokussiert.
  • Der Wechsel des Libero mit einem Feldspieler (und zurück) heißt Libero-Wechsel und ist unbegrenzt — er zählt nicht zum regulären Auswechsellimit des Satzes. Einzige Bedingung: Zwischen zwei Wechseln muss ein abgeschlossener Ballwechsel liegen.
  • Der Libero trägt ein Trikot in einer klar anderen Farbe als der Rest des Teams, damit Schiedsrichter und Publikum ihn sofort erkennen.
  • Ein Team darf bis zu zwei Liberos im Spielbericht führen, aber nur einer ist gleichzeitig auf dem Feld. Bei offiziellen FIVB-Senior-Wettbewerben wird ein zweiter Libero Pflicht, sobald der Kader mehr als 12 Spieler umfasst.

Kurz gesagt: Der Libero macht das Team in Annahme und Abwehr stärker, ohne eine Auswechslung zu kosten — der Preis dafür ist der Verzicht auf ihn beim Aufschlag, beim Block und im Angriff.

Rotation: warum sich die Feldposition nach jedem Punkt ändert

Immer wenn das annehmende Team den Ballwechsel gewinnt, holt es sich den Punkt und das Aufschlagsrecht — und vor dem nächsten Aufschlag rotieren alle sechs Spieler um eine Position im Uhrzeigersinn. Wer auf Position 1 (Aufschlag) stand, wechselt auf Position 6, wer auf Position 2 stand, geht auf Position 1, und so weiter.

Diese Pflichtrotation erklärt, warum ein starker Angreifer auch aufschlagen und annehmen können muss: Irgendwann im Satz besetzt er jede der sechs Feldpositionen. Ein falscher Rotationsablauf ist ein Stellungsfehler und bringt dem Gegner den Punkt — deshalb notieren sich Teams die richtige Reihenfolge vor jedem Satz auf der Bank.

Auch “normale” Auswechslungen haben ein Limit

Abgesehen von Libero-Wechseln darf jedes Team maximal 6 Auswechslungen pro Satz vornehmen. Und eine Regel verhindert Improvisation: Ein Stammspieler darf im Satz nur einmal raus und wieder rein, immer auf denselben Rotationsplatz, und darf nur von demselben Ersatzspieler ersetzt werden, der beim ersten Mal für ihn eingewechselt wurde. Ein anderer Ersatzspieler kann später nicht für denselben Stammspieler einwechseln.

Deshalb setzen Top-Teams ihre Auswechslungen mit Bedacht ein — wer sie zu früh im Satz verbraucht, hat im entscheidenden Moment eines vierten oder fünften Satzes keine Optionen mehr.

Hallenvolleyball vs. Beachvolleyball

Eine kurze Klarstellung für alle, die eigentlich an den Strand gedacht haben: Beachvolleyball wird mit zwei Athleten pro Team gespielt, ohne Libero und ohne Rotation im gleichen Format — es ist eine eigene Disziplin mit eigenem, separat von der FIVB festgelegtem Regelwerk. All das Beschriebene gilt für Hallenvolleyball, das Format, das in Sporthallen, Schulen und den großen Ligen wie der Bundesliga gespielt wird.

Häufige Fragen

Kann ein Team mit weniger als 6 Spielern auf dem Feld weiterspielen? Nicht in diesem Format. Kann ein Team wegen Verletzung oder Ausschluss keine sechs Spieler auf dem Feld stellen und hat keinen Ersatz mehr, wird das Spiel als unvollständig gewertet, und das Team verliert den Satz oder das Spiel.

Wie viele Spieler sitzen auf der Ersatzbank? Das hängt von der Kadergröße ab. Bei 12 gemeldeten Spielern sitzen 6 auf der Bank (nach Abzug der 6 Stammspieler); bei 14 sind es 8 — wobei der aktive Libero auf dem Feld steht, nicht auf der Bank.

Zählt der Libero zu den 6 Spielern auf dem Feld? Ja. Während er spielt, nimmt er den Platz eines Spielers in der hinteren Reihe ein — das Team hat weiterhin genau sechs Spieler auf dem Feld, einer davon ist eben der Libero.

Wenn du ein Volleyballspiel unter Freunden organisierst und die Gruppe in zwei Sechser-Teams aufteilen musst, übernimmt der Squadb-Team-Generator diese Aufteilung automatisch, auch wenn sich die Teilnehmerzahl nicht genau durch 12 teilen lässt.